Transsib 2011

Transsib 2011

Mit dem Zug nach Brunei

Diesen Traum haben wir schon seit ein paar Jahren. In diesem Blog werden wir die Vorbereitungen der Reise dokumentieren und natürlich während der Reise berichten.

Hier findet Ihr eine Karte mit der geplanten Strecke und hier findet Ihr Bilder von unterwegs.

Viel Spass! Bernd, Helga und die 3 Prinzen

Ist Tibet wirklich für Touristen geschlossen?

Die Reise in ChinaGeschrieben von Bernd Mo, Juli 11, 2011 09:57
In China haben wir unseren Guides gegenüber erwähnt, dass wir eigentlich geplant hatten, nach Tibet zu fahren. Alle waren überrascht, dass wir der Meinung waren, dass Tibet geschlossen sei. Sie waren auch überzeugt, dass sie kürzlich Touristen, die auf Tibet kamen, gesehen haben. Komisch dachten wir, sind wir etwa einer Falschinformation erlegen? Nach etwas Stöbern im Internet haben wir inzwischen erfahren, dass Tibet tatsächlich bis mindestens Ende Juli für Touristen geschlossen ist. Hilft uns zwar nicht weiter, aber das Gefühl ist besser...

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10. Juli (Guilin-Schanghai-Brunei)

Die Reise in ChinaGeschrieben von Bernd Mo, Juli 11, 2011 01:19

Wären wir doch mit dem Zug gefahren… Auf der Zugreise hatten wir bis nach Guilin kaum Verspätungen. Die Reise von Guilin nach Schanghai war das erste Teilstück mit dem Flugzeug und prompt hatten wir 12 Stunden Verspätung. Nachdem wir das Flugzeug 2-mal bestiegen und wieder verlassen hatten, uns in einem Hotel ausruhen durften und 1000 Yuan Kompensation bekommen hatten, ging es um 22.30 endlich los in Richtung Schanghai, wo wir 3 Stunden später ankamen. Unser Fahrer wartete zum Glück auf uns und um 2 Uhr nachts waren wir endlich im Hotel. Dort mussten wir geduldig auf das Ausfüllen der Formulare warten (das hätte man auch am nächsten Tag machen können) und auch das zusätzliche Bett für Richard war noch nicht aufgebaut. Um 3 Uhr waren wir dann endlich im Bett. Dabei hatten wir uns so sehr auf einen schönen Nachmittag und Abend in Schanghai gefreut.

Während der Diskussionen am Flughafen konnte Bernd seine Spanisch-Kenntnisse demonstrieren. Zwei Spanier auf Valencia, die kein Wort Englisch konnten, waren auf den gleichen Flug gebucht und froh, dass Bernd etwas übersetzten konnte. Richard hat zum Dank einen Pandabären geschenkt bekommen. Der bekam den Namen Guilin.

Um doch noch etwas von der Stadt zu sehen, waren wir schon kurz nach acht beim Frühstück und haben danach einen Bummel an der Promenade am Fluss gemacht. Bernd war schon vorm Frühstück auf der Promenade unterwegs und hat dort zwei alte Männer mit ihren Drachen gesehen. Unglaublich, wie hoch die flogen! Im Dunst waren sie kaum noch zu sehen.

Unser Hotel war wirklich schön gelegen, mitten in dem historischen Viertel von Schanghai, wo man einen Eindruck von den „Goldenen Zeiten“ Schanghais Anfang des letzten Jahrhunderts bekommt.

Um 12:30 wartete dann schon wieder unser Fahrer auf uns, um uns zurück zum Flughafen zu bringen. Das war schlecht geplant, denn eigentlich hätten wir unseren Aufenthalt in China passend zum Rest des Urlaubs mit einer Fahrt auf dem Transrapid (Maglev) von der Innenstadt zum Flughafen abschließen müssen. Na ja, wir konnten den Transrapid wenigstens aus dem Fenster unseres Autos sehen, wie er mit mehr als 400km/Stunde an uns vorbeizischte.

Interessant zu sehen war, wie schnell sich bei den Problemen mit dem Flug von Guilin nach Schanghai die Chinesen aufgeregt haben. Es war teilweise ganz schön laut und hektisch. Wir hatten solche Situationen schon vorher mehrfach gesehen und auch entsprechende Berichte von anderen Reisenden gehört. Sogar Handgreiflichkeiten haben wir bei solchen Szenen beobachtet.

Eine andere Überraschung war als Helga versuchte sich bei Facebook einzuloggen. Facebook ist in China gesperrt! Eigentlich keine Überraschung in einem Land, wo man von freier Presse und Meinungsäußerung noch weit entfernt ist.

Jetzt sitzen wir im Flugzeug nach Brunei uns freuen uns schon darauf, Oskar und Familie Grafe zu sehen und fast zwei geruhsame Wochen zu verbringen, bevor es wieder zurück nach Norwegen geht.

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8. Juli (Guilin Tag 2)

Die Reise in ChinaGeschrieben von Bernd Fr, Juli 08, 2011 15:28

Heute mussten wir früh aufstehen. Unser Führer erwartete uns schon um 8:30 in der Lobby. Auf dem Programm stand die Li River Cruise, die zum Standardprogramm eines jeden Guilin Besuchs zählt. Nach 40 Minuten Fahrt waren wir am Anleger der über 80km langen Fahrt mit dem Schiff. Dort liegen zur Hauptsaison etwa 70 Schiffe für die Touristen bereit. Alle fahren zwischen 09:00 und 10:00 ab. Damit schlängelt sich eine lange Schlange von Schiffen den Fluss hinunter. Dazwischen kleine Flöße mit Händlern und Touristen. Fast wir zur Hauptverkehrszeit in Peking… Die Karstlandschaft ist wirklich toll anzuschauen. Eine Gruppe von Bergen ist sogar auf dem chinesischen 20 Yuan Schein verewigt und taucht auch in vielen chinesischen Filmen auf.

Richard hat sich an Bord mit Jack, einem 10 jährigen, chinesischen Jungen angefreundet. Es war toll zu sehen, wie Richard langsam wieder anfängt, englisch zu reden. Noch nicht sehr flüssig und mit eingeschränktem Wortschatz, aber nach ein paar Wochen wäre er wahrscheinlich wieder drin. Jack konnte auch ein wenig Englisch und so hatten sie viel Spaß. Richard hat ihm und seinem Vater Mau Mau beigebracht. Ok, Helga hat ein wenig dabei geholfen.

Am Endpunkt der Reise war ein kleiner Ort, der komplett vom Tourismus zu leben schien. Ein Souvenirgeschäft neben dem anderen. Hier hat Richard dann seinen Papierhut kaufen können. Eigentlich wollte er so einen Hut schon gestern haben, aber wir haben ihn vertröstet und gesagt, dass man so einen Hut überall in der Stadt kaufe kann. Das war allerdings ein großer Fehler und wir waren froh, dass wir mit der Hilfe unseres Führers doch noch einen gefunden haben.

Zu unserer Überraschung waren wir dann über 60km von Guilin entfernt, so dass die Rückfahrt zum Hotel etwa 90 Minuten dauerte.

Nach einem Nickerchen im Hotel, sind wir dann gegen Abend nochmal in die Stadt gegangen. Richard hat neue Sandalen bekommen, denn seine alten haben vor zwei Tagen begonnen auseinander zu fallen. Zuerst die eine Sohle, dann die andere, und heute lösen sich nun die Riemen. Es war nicht einfach Sandalen zu finden, die mehr als 4 Euro kosten und entsprechende Qualität haben.

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