Transsib 2011

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Mit dem Zug nach Brunei

Diesen Traum haben wir schon seit ein paar Jahren. In diesem Blog werden wir die Vorbereitungen der Reise dokumentieren und natürlich während der Reise berichten.

Hier findet Ihr eine Karte mit der geplanten Strecke und hier findet Ihr Bilder von unterwegs.

Viel Spass! Bernd, Helga und die 3 Prinzen

Dienstag, 5. Juli (Xian)

Die Reise in ChinaGeschrieben von Bernd Do, Juli 07, 2011 01:24

Die Hauptattraktion in Xian sind natürlich die Terrakotta Soldaten. Die hatten wir zwar schon 2003 gesehen, aber wir fanden die so beeindruckend, dass wir nach der Absage des Tibet Trips sofort beschlossen, in Xian einen Zwischenstopp einzulegen. Wir kamen morgens kurz nach acht in Xian an, wo unser Guide und unser Fahrer schon auf uns warteten. Ganz anders als letztes Mal, wo wir uns um alles selbst kümmern mussten. Dieses Mal war es der reinste Luxus.

Nach einem ausgiebigen Frühstück in einem Hotel fuhren wir zur Ausgrabungsstätte. Es ist schwer zu beschreiben, einfach großartig. Schaut Euch am besten die Bilder an, um einen Eindruck zu bekommen. Alle Soldaten sind lebensgroß und haben individuelle Gesichtszüge und Handlinien. Sie waren auch bemalt, aber leider verfällt die Farbe kurze Zeit nachdem die Figuren ausgegraben sind. Aus diesem Grund sind die Ausgrabungen zum Teil gestoppt, da man erst ein Verfahren finden möchte, die Farben zu erhalten. Beeindruckend waren auch die bronzenen Kutschen, die in der letzten Halle ausgestellt waren, die wir besucht haben. Sie sind verkleinert dargestellt, aber unglaublich detailreich. Acht Jahre hat die Rekonstruktion gedauert! In einem Souvenirshop haben wir auch „Mr Yang“ getroffen, einer der zwei überlebenden Bauern, die 1974 die Terrakotta Soldaten bei Arbeiten auf dem Feld entdeckt haben. Er ist jetzt beim Staat angestellt und scheint hauptamtlich Bücher über die Ausgrabung zu unterschreiben. Wir haben uns gefragt, wie viele von diesen „Mr Yang“ die wohl haben…

Natürlich gab es ein tolles Mittagessen. Dabei konnten wir bestaunen, wie chinesische Nudeln auf zwei verschiedene Weisen hergestellt werden. Auf der Rückfahrt haben wir uns noch ein paar kleinere Sehenswürdigkeiten in der Stadt angeschaut. Besonders erwähnenswert ist die 14km lange und fast original erhaltene Stadtmauer. Eigentlich war eine Fahrradtour auf der Mauer geplant. Da es aber regnete, mussten wir leider darauf verzichten.

Den Abschluss unseres Kurzbesuchs in Xian war dann ein Besuch in einer Einkaufsstraße im muslimischen Viertel. Wie schon den ganzen Tag war unser Richard hier eine richtige Attraktion. Viele lächelten ihm zu, wollten mit ihm sprechen oder sogar ein Foto mit ihm machen. Ein Junge mit blonden Haaren, dass scheint der Traum vieler chinesischer Eltern zu sein. Daran konnten wir uns noch von 2003 erinnern, wo vor allem Oskar das „Opfer“ war.

Sowohl in Peking als auch in Xian, scheint man etwas gegen die Luftverschmutzung zu unternehmen. In Peking sagte man uns, dass viele Haushalte jetzt elektrisch statt mit Kohle beheizt werden. In Guilin wird jetzt mit Gas geheizt und viele Taxen werden mit Flüssiggas betrieben. Überall sieht man auch Solarkollektoren auf den Dächern, mit denen heißes Wasser gemacht wird. Wie effektiv diese Maßnahmen sind, ist nur schwer zu sagen, aber unser Eindruck ist, dass die Dunstglocken immer noch da sind.

Gegen 17:30 waren wir wieder am Bahnhof, wo wir jetzt auf den Zug nach Gulin warten. Erschreckend, aber das ist schon das letzte Teilstück unserer Zugreise. Schade, aber nach 3 Nächten im Zug, freuen wir uns wirklich auf eine Dusche morgen Abend im Hotel in Guilin.

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