Transsib 2011

Transsib 2011

Mit dem Zug nach Brunei

Diesen Traum haben wir schon seit ein paar Jahren. In diesem Blog werden wir die Vorbereitungen der Reise dokumentieren und natürlich während der Reise berichten.

Hier findet Ihr eine Karte mit der geplanten Strecke und hier findet Ihr Bilder von unterwegs.

Viel Spass! Bernd, Helga und die 3 Prinzen

18. Juli (Panaga - Bandar)

Brunei und HeimreiseGeschrieben von Bernd Mo, Juli 18, 2011 18:13

Heute war leider schon unser letzter Tag in unserer alten Heimat in Panaga. Oskars Freund musste schon um 6:30 zur Schule. Bernd musste auch früh raus, um Oskar abzuholen. Das hat sich aber gelohnt, da es in dieser Gegend des Kamps morgens viele Hornbills zu sehen gibt. Wir haben eine Weile gebraucht, um die ersten zu sehen, aber danach wimmelte es in den Bäumen von ihnen.

Nach dem Frühstück ging Bernd dann mit den Kindern an den Pool von Club, während Helga zum Frisör ging. Dort traf sie prompt zwei Expatfrauen, die sie noch von früher kannte! Die Wiedersehensfreunde war natürlich groß!

Auf dem Rückweg nach Bandar haben wir dann noch einen Abstecher in den Urwald gemacht. Etwa 40 Kilometer im Landesinneren liegt ein wunderschöner See mit Wasserfall, den man nach einer kurzen Wanderung leicht erreichen kann. „Baden verboten“, aber das kümmert keinen. Das Wasser ist herrlich kühl und lädt bei feucht-warmen Temperaturen förmlich zum Baden ein.

In Lumut, auf halbem Weg von Panaga nach Bandar, waren wir dann noch von Freunden zum Abendessen eingeladen. Salmah ist Malaiin indischer Abstammung und hat mit Helga früher zusammen Schwimmunterricht in Panaga gegeben. Sie ist seit über 20 Jahren mit einem holländischen Arzt verheiratet. Die Gespräche mit den beiden sind für uns immer sehr interessant, weil sie uns einen kleinen Einblick in das lokale leben geben, den man als Expat normalerweise nicht bekommt.


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17. Juli (Panaga)

Brunei und HeimreiseGeschrieben von Bernd So, Juli 17, 2011 17:12

Da wir hier im Camp kaum noch jemanden kennen, mussten wir uns ein Zimmer im Seaview Hotel nehmen. Für ein Zimmer mit Seaview hat es dann doch nicht gereicht und wir schauen aus dem Zimmer auf die Hauptstraße nach Kuala Belait (KB) und auf einen Friedhof. Früher war es hier etwas muffig, aber inzwischen sind die Zimmer renoviert und die Lage am Meer und in der Nähe des Camps und Clubs ist perfekt. Die meisten Gäste sind von Shell, da das Shell Gästehaus inzwischen abgerissen wurde.

Den Samstagvormittag haben wir am Pool im Club verbracht. Alles sieht so aus wie vor 4 Jahren, allerdings ist man im Pool jetzt mit einem Sonnensegel vor der brennenden Sonne geschützt. Ein wirklich tolle Verbesserung! Nachmittags ging es dann zum Segeln an den Fluss. Ein Bekannter hatte uns ausführlich von Problemen mit Krokodilen in dieser Gegend erzählt und entsprechend nervös war Oskar. Zelanie, unser Bootsmann, versicherte uns, dass sich seit unserer Abreise 2007 nichts verändert hat, aber Oskar wollte nur mit Bernd zusammen raus. Nach ein paar Minuten allerdings war alles klar und Bernd musste ihm das Boot überlassen. Der Wind war ganz ordentlich und anfangs war die Strömung nicht weiter schlimm. Nachdem Oskar sich ausgetobt hatte, durften Bernd und Helga auch mal ins Boot. Der Wind war jetzt aber schwächer und vor allem war die Strömung sehr stark, so dass der Spaß für uns nicht mehr so groß war.

Übernachtet hat Oskar dann bei seinem Freund Danial, mit dem er damals zusammen in eine Klasse ging. Inzwischen ist Danial auf einer lokalen Schule. Die beiden hatten bei Karaoke und einem Riesenhamburger viel Spaß.

Nach ein paar Stunden am Pool ging es am Sonntag zum Katamaransegeln auf das Meer. Ulmar kam aus Bandar und Oskar brachte Danial mit. Sonst war leider niemand aus dem Klub dabei. Bernd nahm Richard mit auf seinen Hobie, Helga segelte mit Ulmar auf dem zweiten Katamaran und Oskar nahm zusammen mit Danial einen Laser. Nach einer viertel Stunde war es Danial allerdings zu wackelig und er stieg auf Helgas Boot um. Anfangs hatten wir bei ablandigem Wind und entsprechend glatter See viel Spaß. Nach 1 ½ Stunden ließ der Wind allerdings stark nach und wir hatten Probleme, an den Strand zurück zu kommen. Eigentlich hätte der Wind am frühen Nachmittag drehen müssen, aber das passierte erst gegen 1600, als wir die Boote schon wieder abgebaut hatten. Dann waren die Bedingungen ideal… Na ja, hat auch so viel Spaß gemacht.

Abends haben wir dann noch unser ehemaliges Hausmädchen Wati besucht. Die ist zur Zeit mit ihrem jetzigen Arbeitgeber unglücklich und wird wohl im August zunächst mal zurück nach Indonesien gehen. Sie hofft allerdings auf einen neuen Job in Brunei.

Oskar wollte wieder bei Danial übernachten. Helga wollte ihn da nur vorbeibringen und wurde dort spontan zu einer Feier zum Ramadan eingeladen, der am ersten August anfängt, falls der Iman den Mond am Abend vorher sieht. Falls nicht ist es der 2. August. Die Feier war toll, mit gutem Essen und Karaoke. Es herrschte eine richtig ausgelassen Stimmung, die man bei Muslimen nicht unbedingt vermutet.

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15. Juli (Bandar Seri Begawan)

Brunei und HeimreiseGeschrieben von Bernd Sa, Juli 16, 2011 02:40

Unsere ersten Tage in Brunei haben wir bei Familie Grafe verbracht. Oskar war ja schon seit 3 Wochen bei ihnen und für uns war in dem riesigen Haus auch noch Platz. Ulmar ist Biologe an der UBD (Universiti Brunei Darussalam) und hatte auch noch einen Doktoranden aus Würzburg untergebracht. Leider flogen seine Frau Katrin und die Kinder Jakob und Clara schon am Mittwoch auf den lang ersehnten Sommerurlaub. Schade, aber vielleicht besuchen sie uns ja nächstes Jahr in Stavanger.

Nach der langen Anreise haben wir es die ersten Tage etwas langsamer angehen lassen. Wir haben im Pool gebadet und mit den Kindern Monopoly und andere Brettspiele gespielt. Natürlich kamen auch DVD Spieler, Computer und Gameboy zum Einsatz. Da das Hausmädchen Ella überraschend krank wurde, kam auch etwas Hausarbeit wie Geschirrspülen dazu. Wir habe uns auch ein Auto für die restlichen Tage gemietet. Es ist ein kleiner SUV, der uns weniger als 40€ am Tag kostet. Dazu kommt, dass das Benzin nur etwa 0.30€ pro Liter kostet, unvorstellbar in Deutschland oder gar Norwegen.

Am Donnerstag, nach Katrins Abreise, sind wir dann für einen Tag in unsere alte Heimat nach Panaga gefahren. Bernd wollte bei Brunei Shell Petroleum (BSP) seine alten Kollegen besuchen. Von den Expats war zwar fast kein bekannter mehr da, aber die lokalen Mitarbeiter wiederzusehen war schön. Viele wussten nicht von dem Besuch und waren entsprechend überrascht. Allerdings wurde inzwischen in BSP eine Kleiderordnung eingeführt und Bernd durfte mit seinen Sandalen das Gebäude nicht betreten. Sein ehemaliger Kollege Alan löste das Problem mit ein Paar orangen Clogs. Die Sahen nicht besser aus, haben aber die Füße vorschriftsmäßig bedeckt.

Helga hat die Zeit genutzt, um unseren Besuch am kommenden Wochenende vorzubereiten (Hotel und Zugang zum BSP Klub). In Kuala Belait haben wir auch unserem Optiker einen Besuch abgestattet, da Brillen in Brunei im Vergleich zu Norwegen extrem günstig sind. Eigentlich waren nur Brillen für Helga und Bernd geplant, aber es stelle sich heraus, dass Oskar auch eine Brille braucht. Sein rechtes Auge ist ok, aber auf dem Linken hat er eine kleine Sehschwäche. Er war leicht schockiert und hofft, dass er trotz Brille noch Pilot werden kann.

Abends fuhren wir dann zurück nach Bandar wo wir uns auf einem lokalen Markt mit Abendessen versorgt haben. Dort herrschte ein reges Treiben und es man konnte viele lokale Spezialitäten probieren.

Heute haben wir dann den 65. Geburtstag des Sultans gefeiert. Die Feierlichkeiten in Bandar waren für 8Uhr angesetzt. Helga und Richard haben es vorgezogen auszuschlafen aber Bernd und Oskar sind um 6:30 in die Stadt gefahren. Wir hatten solche feiern zwar schon des Öfteren während unseres 5-jährigen Aufenthaltes gesehen, aber es ist doch immer interessant. In Bandar ist es mehr eine Militärparade, während die Feierlichkeiten in den anderen Landesteilen, die der Sultan im Laufe der nächsten Tage besucht, einen mehr folkloristischen Touch haben. Dann mussten wir kurz nach Malaysia ausreisen, da Oskars Visum 2 Tage zu kurz war. In Bandar ist das recht einfach, da man zu Fuss ausreisen kann. Mit dem Auto muss man noch mehr Papiere ausfüllen. Bevor wir nach Seria fahren konnten, mussten wir Oskar noch einen Wunsch erfüllen und einen Stopp im Kino des Empire Hotels einlegen. Dort läuft seit Donnerstag der letzte Teil von Harry Potter.

Jetzt sind wir in unserem Hotel in Seria angekommen. Und freuen uns schon auf die nächsten Tage am Pool und beim Segeln.

Weitere Bilder
Bilder vom 65. Geburtstag des Sultans

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